Auf nach München!
Am frühen Samstagmorgen starteten wir mit einer siebenköpfigen Delegation am Hauptbahnhof Bochum zum „Gipfel“ nach München.
Meine Illusion, vielleicht noch ein zwei Stündchen im ICE (wir fuhren erste Klasse !!!) zu schlafen, wurde brutal zerstört, als Manni die Kühltasche mit 24 Dosen Krombacher auf den Tisch stellte.
 
Jetzt konnte es also losgehen. Den Spruch kein Bier vor vier , konnte man nicht gelten lassen. Es war ja schon halb fünf Uhr morgens.
In München angekommen, war Mannis Kühltasche leer.
 
Nachdem wir in einer der vielen Heerbergen Münchens eingecheckt waren, ging es  erst mal  in den „Augustiner Hof“.
Hier war natürlich alles schwarz gelb, guter Stimmung und die meisten hatten schon eine höhere Dosierung als wir.  Zwei Weizen und ein deftiges Mittagessen sollte es dann aber doch werden.
 
Gestärkt, ging es dann Richtung Hofbräuhaus und Hard Rock Cafe, wo wir uns auf Großleinwand ein wenig über das andere Bundesligageschehen informieren wollten.
Wegen Überfüllung fiel dies leider aus,  aber Wirtshäuser gibt es ja in München genug und so ließen wir uns im weißen Brauhaus nieder, wo wir uns dann mit Suppe, Salat und natürlich Bier,  auf das Spiel gegen die Ba(y)(u)ern einstimmten.
 
Irgendwann ging es dann zum Stadion. Da es in München ja nur Zuschauer gibt und keine Fans, war die Stimmung wie in Dortmund. 9000 Borussen zeigten mal, wie es sein kann, wenn in der Arroganz Arena Fußball Atmosphäre entsteht.
 
Nach einem beidseitigen Abtasten nahm das Spiel Fahrt auf, unsere Jungs hielten die Bayern schön vom eigenen Tor weg.
Die hochgelobten Bayern liefen sich ein ums andere Mal fest und so ging es nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit zum „Pausentee“. 
Im zweiten Durchgang wurden wir dann mutiger und tauchten auch mal gefährlicher vorne auf.
 
Nachdem unsere Nationalverteidiger Badstuber und Boateng sich im eigenen Strafraum verliefen, schlugen wir zu. Mario Götze sollte unser Matchwinner sein. Mit Glück und Geschick brachten wir die Führung über die Zeit. Der zweite Sieg innerhalb eines halben Jahres in München.
Ich weiß gar nicht, ob wir wirklich alle daran geglaubt haben, dass wir gewinnen, vielleicht gehofft. Jetzt hatten wir es geschafft.
 
Nach einem Stadionbier fuhren wir wieder zum Augustiner, mit Haxn, Knödel und Maas schafften wir erst mal eine Grundlage, für das was noch kommen sollte. Für die Jungs die mit Frau unterwegs waren, war der Abend um Mitternacht vorbei. ( wir wissen es nicht genau J ).
 
Aufgrund der komischen Gesetze in Südtirol mussten wir den Augustiner verlassen und uns eine neue „Bleibe“ suchen. An der Frauenkirche wurden wir fündig und kehrten in eine kleine Kneipe ein.
Jetzt konnten wir endlich mit Bayernfans kommunizieren, die unsere Freude und Bierlaune zu spüren bekamen.
 
Getreu dem Spruch „kein Bier vor Vier“ ,drehten sich dann die Gesetzmäßigkeiten in  „kein Bier nach vier“. Um diese Zeit wurden wir (gottseidank) höflich aufgefordert die Lokalität zu verlassen.
 
Nach einem Abstecher bei MC  am Karlsplatz war unsere München Mission gegen fünf Uhr morgens beendet.
 
Ein kurzes „Schläfchen“ und unsere Delegation saß übermüdet, noch leicht alkoholisiert aber guter Stimmung auf der Triumphheimfahrt im ICE ( erste Klasse) Richtung Ruhrpott.
 
© by Thomas Leipelt 
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